Page 10 - Positioniersysteme
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LINEARACHSEN UND ACHSSYSTEME HX
2.10 Glossar
Positioniergenauigkeit Hub
Die Positioniergenauigkeit beschreibt die maximale Abweichung zwischen Ist- und Als Hub bezeichnet man den Verfahrweg, den der Schlitten zwischen den beiden Schalt-
Soll-Position. punkten der Endschalter zurücklegen kann.
Bei den Zahnriemenachsen HM-B, HT-B und HC-B ist die Positioniergenauigkeit von
der Fertigungsgenauigkeit des Zahnriemens (Zahnteilung) und der Riemenvorspannung Reservehub
abhängig. Da diese Abweichung weitestgehend linear ist, kann sie leicht gemessen und Der Reservehub L r entspricht der Wegstrecke, die zusätzlich zum Hub auf beiden Seiten
über einen Korrekturfaktor kompensiert werden. Der Korrekturfaktor wird dazu als der Endlagen (Hub 0, Hub max.) gefahren werden kann, bevor der Schlitten die mecha-
Soll/Ist-Abweichung ermittelt, mit der Vorschubkonstante der Achse multipliziert und nische Endposition (mechanisch 0) L C_mech0 an den eingebauten Anschlagpuffern erreicht.
entsprechend in der Steuerung hinterlegt. Für weitere Informationen wenden sie sich bitte Der Reservehub wird für jede Achsbaugröße werkseitig festgelegt.
an DRECKSHAGE. Den Reservehub für jede Achsgröße finden Sie in den Abschnitten „Abmessungen und
Spezifikationen“ des jeweiligen Achstyps.
Wiederholgenauigkeit
Die Wiederholgenauigkeit gibt an, wie genau der Schlitten bei mehrmaligem Anfahren einer LC_mech0
Position aus derselben Richtung (unidirektional) positioniert wird. Es wird die maximale LC_0
Abweichung zwischen den erreichten Ist-Positionen angegeben. Lr
Statische Tragzahl C 0
Die statische Tragzahl C 0 entspricht einer statischen Last, die eine bleibende Verformung
von 0,0001 × Kugeldurchmesser an dem Kontaktpunkt verursacht, der am stärksten belas-
tet wird. Sie ist grundlegend für die Berechnung statischer Anwendungen.
Dynamische Tragzahl C dyn
Die dynamische Tragzahl C dyn beschreibt die Last, bei der 90 % gleichartiger
Profilschienenführungen die Lebenserwartung von 50 km erreichen. Sie ist grundlegend für
die Berechnung dynamischer Anwendungen. S0
Typische Nutzlast Abb. 2.1 Veranschaulichung Reservehub (Beispiel: Linearmodul HM-B)
Die typische Nutzlast dient zur Vorauswahl der passenden Baugröße basierend auf Erfah-
rungswerten und unter Berücksichtigung kombinierter Lasten.
LA_mech0
Vorschubkonstante
Die Vorschubkonstante entspricht der Strecke in mm, die der Schlitten bei einer Umdre- LA_0
hung des Antriebs zurücklegt. Lr
Ebenheit
Maß für die vertikale Geradheit einer Bewegung auf der X-Achse in X- und Y-Richtung.
Eine Abweichung von der absoluten Ebenheit ist eine Verschiebung auf der Z-Achse bei
Verfahren auf der X-Achse.
Geradheit
Maß für die horizontale Geradheit einer Bewegung auf der X-Achse. Eine Abweichung
von der absoluten Geradheit ist eine Verschiebung auf der Y-Achse bei Verfahren auf der
X-Achse.
S0
Dauerkraft F c
Dauerkraft bzw. Nennkraft, die der Linearmotor der HT-L-Achsen im Dauerbetrieb abge- Abb. 2.2 Veranschaulichung Reservehub (Beispiel: Auslegerachse HC)
ben kann (Einschaltdauer ED = 100 %).
L C_mech0 Schlittenposition bei mechanisch 0 (Anschlag Gummipuffer)
Spitzenkraft F p L C_0 Schlittenposition bei Hub 0 (Schaltpunkt Sensor)
Die Spitzenkraft ist die maximale Kraft, die ein Linearmotor für etwa eine Sekunde erzeu- L A_mech0 Position des Antriebsblocks bei mechanisch 0 (Anschlag Gummipuffer)
gen kann, wenn der Spitzenstrom I p anliegt. L A_0 Position des Antriebsblocks bei Hub 0 (Schaltpunkt Sensor)
S 0 Schaltpunkt Sensor bei Hub 0
Spitzenstrom I p
Wird kurzzeitig zur Erzeugung der Spitzenkraft bei Linearachsen mit Linearmotor angelegt.
Die maximal zulässige Dauer des Spitzenstroms ist eine Sekunde. Danach muss der 2.11 Anforderungen an den Aufstellort
Linearmotor auf die Nenntemperatur abkühlen, bevor wieder der Spitzenstrom angelegt Temperaturbereich: +5 °C bis +40 °C
werden kann. Trocken
Nicht explosionsgefährdet
Kein Vakuum
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