Page 159 - Linearaktuatoren
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GLOSSAR
Eingangsspannung Elektronische Lastüberwachung (ELM)
Die zum Betrieb des Aktuators benötigte Nennspannung� Alle Aktuato- Ein im Aktuator eingebauter Mikroprozessor überwacht kontinuierlich
ren tolerieren eine Schwankung von mindestens ±10 % der Nennspan- die Leistung des Aktuators� Der Mikroprozessor unterbricht die Bewe-
nung; bei Gleichstrom-Aktuatoren bewirken Spannungsschwankun- gung am Hub-Ende, bei einer Blockierung, bei Überlast oder wenn die
gen allerdings eine Veränderung der Geschwindigkeit� Steuerungen Einschaltdauer überschritten wird� Sie macht zudem eine mechanische
sind für Eingangsspannungen von 115 oder 230 VAC und mit einem Kupplung überflüssig und ermöglicht dynamisches Bremsen�
24-VDC-Ausgang zum Betrieb von 24-VDC-Aktuatoren erhältlich�
Encoder-Rückführung
Einschaltdauer Encoder liefern ein digitales Ausgangssignal, das genutzt werden kann,
Einschaltzeit um die Position der Kolbenstange zu ermitteln� Ein mit Encoder ausge-
Einschaltdauer =
(Einschaltzeit + Ausschaltzeit) statteter Aktuator muss bei Aus- und Wiedereinschaltung der Strom-
versorgung in eine „Parkposition“ gebracht werden, um seinen Anfangs-
Beispiel: 15 Sekunden ein, 45 Sekunden aus punkt zurückzusetzen� Sie auch „Potentiometer-Rückführung“�
15 s
= 25 % Einschaltdauer
(15 s + 45 s) Endlagenschalter
Endlagenschalter, in einigen Aktuatormodellen entweder standardmäßig
Die Einschaltdauer ist abhängig von der maximalen Nenntragzahl und oder optional vorhanden, unterbrechen die Stromzufuhr, wenn das Hub-
der Umgebungstemperatur� Umgebungstemperaturen oberhalb des Ende erreicht ist� Sie auch „Feste Endlagenschalter“ und „Einstellbare
angegebenen Wertes verringern die zulässige Einschaltdauer, während Endlagenschalter“�
niedrigere Temperaturen und/oder Lasten diese erhöhen� Siehe auch
„Einschaltzeit“� Feste Endlagenschalter
Die festen Endlagenschalter erlauben den vollen Hub des Aktuators und
Einschaltstrom schalten ab, wenn das Ende des Hubwegs erreicht ist� Siehe auch „End-
Einschaltstrom ist eine kurzzeitige Stromspitze, die beim Anfahren des lagenschalter”�
Aktuators auftritt, wenn der Motor die Last in Bewegung setzt� Nor-
malerweise dauert der Einschaltstrom von 75 bis 150 Millisekunden Freilauffunktion
und kann bis zu dreimal höher (an einem per Niederstrom geschalteten Eine optionale Sicherungsfunktion am kolbenstangenlosen Aktuator
Aktuator anderthalb mal höher) als der Strom für den Aktuator und die (LM80), die eine Abwärtsbewegung unterbricht, falls der Schlitten (das
Last sein� Batterien haben kein Problem, den Einschaltstrom zu liefern, zu bewegende Bauteil) mit einem Hindernis kollidiert� Der Motor läuft
bei einem Wechselstrom-Netzteil sollte jedoch auf eine ausreichende weiter, aber der Schlitten bleibt stehen und zieht nicht gegen das Hinder-
Dimensionierung geachtet werden, um den Einschaltstrom abzudecken� nis� Nach Umdrehen der Motorrichtung beginnt der Schlitten automa-
tisch, sich wieder nach oben zu bewegen�
Einschaltzeit
Die Einschaltzeit ist die Zeit, die der Motor ununterbrochen läuft� Die Geschwindigkeit
maximale Einschaltzeit ist die Zeit, die der Motor ohne Unterbrechung Gleichstrom-Aktuatoren weisen ein direktes Last-/Geschwindigkeits-
laufen darf� Gelegentlich ist die Einschaltzeit anstelle der Einschaltdauer verhältnis auf� Mit steigender Last nimmt die Geschwindigkeit ab� Auf
der begrenzende Faktor� Sie auch „Einschaltdauer“ den Produktseiten finden Sie Kurvendiagramme mit der Geschwindig-
keit vom Betrieb ohne Last bis zur vollen Nenntragzahl� Bei Wechsel-
Einstellbare Endlagenschalter strom-Aktuatoren schwankt die Geschwindigkeit nur geringfügig je nach
Die einstellbaren Endlagenschalter können auf jede Position innerhalb Last, aber auch auf deren Produktseiten finden sich Last/Geschwindig-
des gesamten Aktuator-Hubwegs geschoben werden und schalten den keitskurven�
Aktuator ab, sobald er den Endlagenschalter erreicht� Siehe auch „End-
lagenschalter”� Haltebremse
Alle Aktuatoren mit ACME-, Schnecken- oder Trapezgewindetrieb sind
Elektronische Endlagenschalter prinzipbedingt selbsthemmend, während Modelle mit Kugelgewindetrieb
Electronic Limit Switches (ELS) ist eine Funktion zur Strommessung in über eine Rücklaufbremse (Haltebremse) verfügen, die aktiviert wird,
einigen Aktuatorsteuerungen verwendet wird� Die ELS misst den Strom sobald der Aktuator zum Stillstand gekommen ist� Siehe auch unter
und unterbricht die die Stromzufuhr zum Motor, wenn der Strom einen „Bremse“�
voreingestellten Grenzwert überschreitet� Diese Funktion kann verwen-
det werden, um den Aktuator anzuhalten, wenn das Ende des Hubs
erreicht ist oder der Aktuator auf ein Hindernis trifft�
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