Page 20 - ETG 88-100
P. 20
Bild: IWT Stiftung Institut für Werkstofftechnik
10 µm
ETG 100, 520 °C 10 h, K = 2, Ätzung Nital
®
N
Je nach Nitrocarburier- Nitrocarburieren
verfahren kann ein Durch das Nitrocarburieren wird die Verschleissfestigkeit und die Korrosionsbeständigkeit
®
nachgehendes Anlass- verbessert. Gleichzeitig erhöht sich die Biegewechselfestigkeit. ETG 88 / 100 kann im
®
en bei 350°C während Salzbad, im Plasma und im Gas nitrocarburiert werden. Exemplarisch wurde ETG 100
min. 2 h notwendig sein, bei 520°C und 570°C für jeweils 10 h und 40 h bzw. 0,5 h und 4 h in einem Schachtofen
um den eingebrachten Gas-Nitrocarburiert. Dabei wurde jeweils eine Atmosphäre mit einer Nitrierkennzahl von
Wasserstoff wieder K = 2 verwendet. Bei 570°C wurde zusätzlich noch 2,5 % CO zugegeben.
N 2
auszutreiben.
Bei hohen Anforderungen an die Masshaltigkeit ist eine vorhergehende Wärmebehand-
lung bei 520 – 570°C durchzuführen. Alternativ kann Plasmanitriert werden, da hier tiefere
Temperaturen (ca. 480 – 510°C) zum Einsatz kommen. Dadurch nimmt die Kernfestigkeit
in geringerem Umfang ab.
ETG 100 zeigt eine kompakte Verbindungsschicht mit einer geringen Porenausbildung.
®
®
Die Kernhärte beträgt ca. 315 HV 0,5. Für ETG 88 werden ähnliche Ergebnisse erzielt.
Beim Nitrocarburieren von ETG 100 ist mit einer Verringerung der Zugfestigkeit von
®
100 – 200 MPa zu rechnen. Die Verringerung der Zugfestigkeit bei ETG 88 beträgt ca.
®
100 MPa.

