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ETG 88 / 100 17
Oberflächenbeschaffenheit
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Die Oberflächenbeschaffenheit von ETG 88 / 100 entspricht den Vorgaben gemäss
EN 10277-1. ETG 88 / 100 Stähle werden standardmässig rissgeprüft. Wir gewährleisten
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bei Rundmaterial die Oberflächengüteklasse 3, bei Sechskantmaterial die Oberflächengü-
teklasse 2. Zu beachten ist, dass in der Standardausführung die Stangenenden bis 50 mm
ungeprüft sind.
Das Material ist überall um mindestens das Mass der zulässigen Fehlertiefe zu überarbeiten,
wo allfällige Oberflächenfehler störend wirken könnten, z. B. Kerbwirkung beim Oberflächen-
härten.
Spanlose Bearbeitung, Gewinderollen
Das Rollen von Gewinden ist an ETG möglich. Dagegen sollen Schnecken, Trapezgewinde
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etc. nicht gerollt, sondern geschnitten werden.
Andere spanlose Bearbeitungen
Stanzen, Biegen, Stauchen, Schmieden etc. sind bei ETG 88 und ETG 100 nicht zu emp-
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fehlen.
Schweissen
ETG 88 / 100 Stähle sind bedingt schweissbar unter Verwendung austenitischer Elektroden,
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wobei mit einem deutlichen Abfall der Festigkeitswerte zu rechnen ist. Die Bruchfestigkeit
der Schweissverbindung wird von ihrer Festigkeit bestimmt. Um Misserfolge zu vermeiden,
empfehlen wir, vor dem definitiven Schweissen Versuche durchzuführen. Die besten Ergeb-
nisse wurden mit dem Wolfram-Inert-Gas (WIG)-Schweissen erzielt.
» Schweissverfahren: Wolfram-Inert-Gas
» Schweisszusatzwerkstoff: X15CrNiMn 18-8 (1.4370)
» Vorwärmung 300°C
» Zugfestigkeit der Schweissverbindung: 490 – 670 N/mm 2
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Für die Laserschweissung ist ETG Stahl nicht geeignet.
Hartlöten
ETG Stahl lässt sich auch hartlöten, wobei ein Festigkeitsverlust in Kauf genommen wer-
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den muss (langsam abkühlen lassen, da die Gefahr von Spannungsrissen besteht).
Oberflächenveredelung
Bei ETG 88 / 100 Stählen können die meisten Veredelungsverfahren angewendet werden;
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sie lassen sich zum Beispiel feuerverzinken, promatisieren, verchromen, vernickeln, schwär-
zen (brünieren) etc. Die im Stahl vorhandenen Mangansulfide verlangen ein sorgfältiges
Arbeiten speziell beim Beizen und Neutralisieren (weitere Angaben siehe DIN ISO 50969-1).
Die Veredelungstemperaturen sollen 500°C nicht übersteigen. Geschliffenes Material ist
empfehlenswert. Die Veränderung der mechanischen Eigenschaften zeigt das Diagramm
der Festigkeitswerte (Seite 14).

