Page 60 - Aluminium Schienenführungen
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Technische Informationen zu Linearsystemen
Empfohlene Sicherheiten: 1.3.4 Berechnungsbeispiel
Bedingung Empfohlene Sicherheit Sie haben für Ihren Anwendungsfall die Belastungswerte Fv
Schraube Qual. 8.8 und Fh ermittelt und möchten wissen, ob eine Aluminium-
Druckbelastung S > 1,2 Rollenführung Franke Dynamic vom Typ FDA der Größe 25
Zugbelastung S > 2,5 eine ausreichende Sicherheit und Lebensdauer gewährleistet.
Momentenbelastung S > 4,0
Ihre Werte (Beispiele):
Fv = 2000 N
1.3.3 Dynamische Berechnung Fh = 400N
Bei Linearbewegungen mit v > 0,1 m/s empfehlen wir eine F = Fv + Fh = 2400 N
dynamische Berechnung der Belastungsverhältnisse.
Franke Dynamic FDA Größe 25:
( ) p C = 9000 N
C
Lebensdauer L = F · ∏ · D a C0 = 10100 N
Da = 19 mm
(mit P = 10/3 für die Typen FDA, FDC, FDD, FDE und FDI
und P = 3 für die Typen FDB, FDG, FDH) 1.3.4.1 Statische Sicherheit
Der Berechnung liegen folgende Rollendurchmesser D zu- Bei Ihrem Einsatzfall tritt eine Überkopfbelastung auf. Der
a
grunde: Tabelle aus 2.1 entnehmen Sie eine empfohlene Sicherheit
von > 2,5.
Baugröße Durchmesser Laufrolle D (mm)
a
C 10100 N
12 11,0 S = 0 = = 4,2
15 12,5 F 0 2400 N
20 15,5 Die Berechnung ergibt eine ausreichende Sicherheit.
25 19,0
35 27,5 1.3.4.2 Lebensdauer
45 34,5 C 9000
L = · ∏ · D = · 3,14 · 19 = 4890
F a 2400
Die äquivalente Belastung setzt sich aus der Addition der ein- Die Lebensdauer beträgt 4890 Kilometer.
zelnen äußeren Belastungen Fv und Fh zusammen.
1.4 Hinweise für die Anschlusskonstruktion
Dyn. äquivalente Belastung F = F + F
v h
1.4.1 Anschlussplatte für Typ FD
Beim Einsatz von Einzelschienen und Rollenschuhen muss zu-
Unter einer außermittigen Belastung Fa mit einem Torsions- sätzlich eine Anschlussplatte (weiterführende Konstruktion)
moment M ergibt sich folgender Zusammenhang: vorgesehen werden. Die Rollenschuhe und die Anschluss-
platte bilden zusammen den Laufwagen.
M
F = F + C ·
a M Hinweis zur Gestaltung der Anschlussplatte des Laufwagens:
dyn.
Für die bessere Ausrichtung bei der Montage besitzen die Rol-
Diese Berechnungsgrundlagen beziehen sich auf eine einfa- lenschuhe Zentriernuten. Dafür bringt man einen Zentriersteg
che einspurige Anordnung der Linearführungen. Bei mehr- an der Anschlussplatte an (Abbildung 5). Die Maße für die Fer-
spuriger Anordnung oder komplizierteren Lastverhältnissen tigung des Zentrierstegs sind in Tabelle 1 ersichtlich.
führen wir gerne eine Berechnung für Sie durch.
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