Page 188 - Werkstoffwelt
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WERKZEUGSTAHL Einleitung
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WERKZEUGSTAHL
Werkzeugstähle gehören zur Gruppe der Edelstähle. Aufgrund ihrer hohen Härte, der Ver-
schleißfestigkeit, der Zähigkeit und der Temperaturwechselbeständig keit eignen sich diese Werk-
stoffe ideal zur Be- und Verarbeitung von Werkstoffen. Nach den Temperaturen bei ihrer Ver-
wendung werden Werkzeugstähle in drei Gruppen unterschieden:
Kaltarbeitsstähle
Diese Stähle werden eingesetzt, wenn bei der Anwendung die Oberflächentemperatur im
Allgemeinen unter 200° C liegt.
Warmarbeitsstähle
Warmarbeitsstähle finden Anwendung, wenn die daraus hergestellten Teile Temperaturen von
über 200° C ausgesetzt sind.
Schnellarbeitsstähle
Diese Stähle sind bis etwa 600° C einsetzbar.
Außer einigen Ausnahmen bei den Kaltarbeitsstählen gehören alle Werkzeugstähle zu den
legierten Edelstählen.
Werkzeugstähle werden vor ihrer Verwendung gehärtet. Je nach Abschreckmittel unterschei-
det man in Wasser-, Öl- und Lufthärter. Letztere haben aufgrund der sanfteren Abkühlung einen
geringeren Verzug als die schroffer abgekühlten Wasser- und Ölhärter.
Eine besonders wirtschaftliche Lösung stellen die geschliffenen und engtolerierten
Präzisionswerkzeug stähle mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt dar.
Diese im Sprach gebrauch als Präzisionsflachstahl oder kurz „Präzflach“ bezeichneten Stähle
gewinnen in vielen Bereichen wegen dem Entfall von zeitaufwendigen Vorarbeiten immer mehr
an Bedeutung.
Maße und Toleranzen von Präzisionsflachstählen und Präzisionsvierkantstählen werden in der
DIN 59350 und in Werksnormen geregelt.
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